Schritt 1: Konzept und Planung
Bevor an einem Projekt gearbeitet werden kann, muss es immer zuerst geplant werden. Hier werden die Rahmenbedingungen des Projektes festgelegt, z.B. in welchem Format soll das Ergebnis präsentiert werden, als 3D-Modell für Websites oder als Foto oder Video? Hier ist über allem Anderen eine offene Kommunikation zwischen Auftraggeber und -nehmer wichtig, so dass alle mit dem Endergebnis zufrieden sind.
Nachdem die Rahmenbedingungen geklärt sind, wird zunächst einmal recherchiert und Vergleichsbilder/ -videos in Betracht gezogen. Ebenso wird auf das Look&Feel des Auftraggebenden geachtet, um ein zu dem Unternehmen passendes Ergebnis zu erhalten.
Schritt 2: Modellierung
Bei der Modellierung von 3D-Modellen kann man verschiedene Techniken verwenden, die für unterschiedliche Bereiche angewandt werden.
Technik 1: Box Modeling
Beim Box Modeling wird zunächst mit primitiven Formen wie z.B. Würfel, Kugeln, Zylinder, etc. Aus diesen Formen werden dann mit Hilfe von Modellierungstechniken wie Extrudieren, Invertieren, Spiegeln, Cuts setzen oder andere die Form des Objektes Stück für Stück nachgebaut

Technik 2: Spline Modeling
Spline Modeling basiert auf Kurven, die man im dreidimensionalen Raum bewegen kann und an Punkten anfassen kann, um die Kurve auf die richtige Länge, mit den richtigen Radien und am richtigen Ort zu bringen. Diese Kurven ergeben dann die Rahmen des Objektes und durch das Ausfüllen der entstandenen Flächen ergibt sich das gewünschte 3D-Objekt. Diese Technik wird vor allem für organische Formen verwendet, um die natürlich entstehenden Kurven nachzubauen.
Technik 3: Physik Modifikationen
Um physisch akkurate Formen zu erhalten, gibt es in 3D-Programmen sogenannte “Physics-Modifier”. Mit diesen kann man die verschiedenen physischen Verhaltensweisen eines Objektes, wie z.B. inneren Druck, Reibung der Oberfläche, Einfluss der Gravität, und noch viel mehr nachahmen.
Schritt 3: Shading

Der letzte Schritt bei der Bearbeitung des eigentlichen Objektes ist das Shading, was bedeutet, dass das Objekt nun nicht mehr nur grau bleibt, sondern die richtigen Oberflächen-Texturen bekommt. Dies funktioniert, indem man 2D-Texturen um die 3D-Objekte “herum faltet”.
Bevor dies aber passieren kann, gibt es noch einen sehr wichtigen Zwischenschritt: das UV-Unwrapping. Dieser ist so wichtig, da wie jeder schon mal beim Einpacken eines Brötchens in Alu-Folie gemerkt hat: es entstehen Falten und manchmal reißt die Folie auch, wenn man sie zu sehr streckt. Um das zu vermeiden, faltet man die Textur nicht auf das 3D-Objekt, sondern schneidet das 3D-Objekt an verschiedenen Stellen auf, bis man es flach auf eine Oberfläche, oder in unserem Fall eine Textur legen kann.

Schritt 4: Szene zusammenstellen
Oft wird es gewünscht, dass das Objekt vor einem weißen oder andersfarbigen Hintergrund gezeigt wird, wenn dies jedoch nicht der Fall ist, muss es in Szene gesetzt werden. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass der Fokus auf dem zu zeigenden Objekt bleibt und nicht auf andere Sachen in der Szene schwenkt. Ebenso muss die Szene zu dem Objekt passen, da sonst das Endprodukt nicht zum Look&Feel des Auftraggebenden passt. Ebenso muss auf die Belichtung in der Szene geachtet werden. Verwendet man ein Sonnenlicht oder versucht man warme/kalte Lichtverhältnisse zu erschaffen?
Schritt 5: Rendern
Wenn eine Szene fertig erstellt ist, die Materialien stimmen, die Bildkomposition passt und das Lighting richtig ist, hat man ein Problem: 3D-Programme arbeiten mit Vektorinformationen, wobei Bilder und Videos mit Pixeln arbeiten. Hierbei hilft das Rendern. Das 3D-Programm berechnet für jeden Frame eines Videos (bei einem einzelnen Bild natürlich dann nur eins) die Informationen aller Vektoren in einem Pixel, für jeden Pixel, wodurch nach einer Weile ein fertiges Bild entsteht. Hierbei gibt es verschiedene Renderer, die unterschiedliche Rechenleistung benötigen, aber auch Unterschiede in der Qualität zeigen.
Schritt 6: Post-Processing
Mit den erhaltenen Bildern wird entweder im 3D-Programm oder gleich in anderen Bildbearbeitungsprogrammen, wie Photoshop oder Lightroom, noch weitergearbeitet. Dies nennt sich Compositing, hierbei werden Veränderungen, wie Verzerrung durch eine Kameralinse, Lens-Flares, Farbton und Sättigung, Denoising und noch vieles mehr vorgenommen.
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